• Schweizer Transportunternehmen setzen auf Huckepack-Lösungen von Riedler

  • Praxisgerechte, wirtschaftliche Systeme - mehr Flexibilität im Holztransport und spürbar geringere LSVA-Kosten

Schweizer Transportunternehmen setzen auf Huckepack-Lösungen von Riedler

Unser Unternehmen ist für maßgeschneiderte Rungenfahrzeuge für den Holztransport über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Für zwei unserer Schweizer Kunden realisierten wir im Herbst 2025 Lösungen, die die Mautkosten bei Leerfahrten senken: Der Rungenanhänger wird dazu bei Bedarf einfach mit dem am Fahrzeug montierten Holzladekran auf die Ladefläche des LKW´s gehoben – die Rückfahrt erfolgt damit nur als Motorwagen und nicht als Zug.

 

In der Schweiz fällt für schwere Nutzfahrzeuge die LSVA (Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe) an. Sie bemisst sich aus Emissionsklasse × gefahrenen Kilometern × zulässigem Gesamtgewicht (zGG) der tatsächlich gefahrenen Fahrzeugkombination. Wird der Anhänger als Ladung auf dem Motorwagen mitgeführt, zählt für die LSVA nur noch das Gesamtgewicht des Motorwagens – die Tonnen-Kilometer sinken, und damit auch die Abgabe bei Leerfahrten.

 

Damit das im Alltag sicher funktioniert, wurden Anhänger und Zugfahrzeug gezielt angepasst: Der Aufbau ist dazu mit ExTe-Schnellverschluss-Rungen bestückt. Durch den integrierten Schnellverschluss-Mechanismus im Keil können die Rungen mit einem Tritt kräfteschonend gelöst und in eingeschweißte Rungentaschen hinter der Stirnwand umgesteckt werden. Mit nur einem Gurt werden die Rungen anschließend an der Stirnwand gesichert.

Nachdem die Verbindungsleitungen zum Anhänger gelöst sind, werden am Tandem-Rungenanhänger zunächst die Alu-Teleskoprungen eingeschoben. Danach können die bolzengelagerten Rungenstöcke nach Öffnen der Verriegelungen nacheinander per Hand mithilfe einer Stange umgelegt werden. Im nächsten Schritt wird der Kranhebebügel am Kranzangenabweiser hochgeklappt und arretiert. Über diesen Hebebügel kann mit dem Ladekran der Anhänger kontrolliert auf den Aufbau des Motorwagens gehoben werden.

Zum Abstellen des Anhängers auf dem Aufbau wird zunächst die Zugöse des Anhängers über einen in der Stirnwand integrierten Bolzen eingefädelt. Danach kann der Anhänger mühelos und exakt auf der Ladefläche abgestellt werden. Anschließend wird noch die Luftfederung des Anhängers abgesenkt, und der Anhänger mit zwei Zurrgurten gegen seitliches Verrutschen gesichert. Das Ganze dauert dabei nur wenige Minuten.

Gleicher Gedanke -  andere Ausführung

Bei der zweiten Huckepack-Lösung kommt ein völlig anderes Konzept beim Aufbau zum Einsatz. Hier kommen auf dem Riedler-Aufbau ohne durchgehendes Plateau zwei ExTe-Klappschemel zum Einsatz. Diese wurden zunächst auf eine hydraulische Ausführung umgerüstet um die Rungen später bequem vom Kransitz aus umklappen zu können. 

 

Zunächst müssen beim Aufbau wie auch beim Anhänger die Alu-Teleskoprungen eingeschoben werden und die Rungenstöcke am Anhänger per Hand aus umgeklappt werden. Danach werden die Rungen des Aufbaues über einen Steuerschieber vom Kransitz ganz einfach und kräfteschonend quer zur Fahrtrichtung umgelegt. Anschließend wird der Tandem-Rungenanhänger wie schon zuvor beschrieben mit dem Holzladekran auf den Aufbau geladen und über den Rungen abgestellt. Bei dieser Ausführung muss der Anhänger allerdings mit dem Heck nach vorne auf der Ladefläche positioniert werden. Dies hängt mit der Bauweise des Aufbaues zusammen, da dieser über kein durchgehendes Plateau verfügt. Dazu wird das Heck des Anhängers in einer Ausbuchtung in der Stirnwand zentriert, die Zugöse in einer hochklappbaren Auflage vor dem Kran gesichert und der Anhänger mit einem Spanngurt niedergezurrt.

 

Bei beiden Ausführungen ist noch ein weiterer Pluspunkt erwähnenswert: Die Anhänger können bis zur Ladestelle im Wald Huckepack mitgenommen werden. Erst nachdem der Motorwagen gewendet wurde, wird der Anhänger auf der Forststraße abgestellt und wieder angekuppelt. Besonders bei engen Forststraßen ein großer Vorteil! 

 

Das Ergebnis dieser Lösungen, sind zwei praxisgerechte, wirtschaftliche Systeme: mehr Flexibilität im Holztransport und spürbar geringere LSVA-Kosten auf der Rücktour – entwickelt und gebaut von Riedler Fahrzeugbau.

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